Charente im Frankreich-Lexikon

Der Inbegriff der Charente ist der Cognac oder auch die Stadt Cognac, die diesem ganz speziellen Weinbrand ihren Namen gab. Das Tal der Charente ist umgeben von Weinbergen, in denen fast 15 000 Winzer sich ausschließlich der Pflege der Ugni Blanc, der weißen Traube für die Cognac-Herstellung widmen. Die Cognac-Herstellung ist der wichtigste Wirtschaftszweig dieser Region.

Hauptstadt der Region im Westen Frankreichs, die aus den Départements Charente, Charente-Maritime, Deux-Sèvres und Vienne besteht, ist Poitiers. Weitere bedeutende Städte sind Cognac, La Rochelle, Rochefort und Niort.

Neben der hügeligen Flusslandschaft der Charente, die als schönster Fluss Frankreichs gilt, hat die Region Poitou-Charentes noch vieles mehr zu bieten. Die feinen Sandstrände der Atlantikküste, ausgedehnte Wälder und endlose Sonnenblumenfelder und nicht zuletzt die Inseln vor der Küste bilden ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Nordöstlich von La Rochelle erstreckt sich das 100.000 Hektar große Feuchtgebiet Marais Poitevin, das bereits im 11. Jahrhundert von Benediktinermönchen teilweise urbar gemacht wurde und heute eine außergewöhnliche Wasserlandschaft mit einem Labyrinth von Kanälen darstellt.

Cognac und atlantische Sonnenuntergänge

Auch die Geschichte hat im Poitou-Charentes ihre Spuren hinterlassen. Viele Kirchen, romanische Klöster, Festungen aus der Feudalzeit und Renaissance-Schlösser zeugen in allen Orten der Region von der Vergangenheit. Romantische kleine Dörfer und nicht zuletzt jede Form des Genusses, sei es der berühmte Cognac, der Wein und die vielen landestypischen Gerichte lassen einen Aufenthalt in diesem Landstrich Frankreichs zu einem erholsamen und genussvollen Erlebnis werden. Dem Poitou-Charentes wird nachgesagt, dass man sich hier das bekannte Savoir-Vivre, die viel gepriesene französische Kunst zu leben, bewahrt hat.



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