Cognac im Frankreich-Lexikon

Etwas über hundert Kilometer nördlich von Bordeaux liegt sie an den Ufern des Flusses Charente, die Welthauptstadt der Weinbrände, Cognac. Viele der weltberühmten Brennereien haben hier ihren Firmensitz und stellen aus den speziellen weißen Trauben Ugni Blanc ihre edlen Getränke her. Nach dem doppelten Brennvorgang muss ein Cognac mindestens drei Jahre im Holzfass lagern, bevor er seinen Namen verdient. Da die Lagerstätten gut belüftet sein müssen, liegen die Weinbrand-Dünste über der ganzen Stadt. Die Wolke der Engel, wie dieser Duft bezeichnet wird, verursacht den schwarzen Pilz Torula Compniacencis, der sich auf vielen Gebäuden der Stadt absetzt. Die meisten der ansässigen Produktionsstätten stehen Besuchern für Besichtigungen offen, häufig jedoch gegen Entgelt.

Aber nicht nur die Wiege edler Weinbrände steht in Cognac, sondern auch die französischer Könige. König François I. erblickte am 12. September 1494 in Cognac das Licht der Welt.

Cognac unter der Wolke der Engel

In Cognac leben rund 20 000 Einwohner, und zwar hauptsächlich vom Weinbau und der Schnapsbrennerei. Viele Zulieferfirmen von Zubehör wie Korken, Glasflaschen oder Fässern befinden sich ebenfalls in Cognac oder in der näheren Umgebung. Berühmte Weine aus der Region sind der Vin de pays charentais und der Pineau des Charentes.

In und um Cognac befinden sich, wie in vielen Orten des Pitou-Charentes, mehrere Schlösser und historische Kirchengebäude. Das Schloss Cognac aus dem Jahr 950 ist heute Sitz eines großen Weinhändlers. Zu den historischen Kirchen in Cognac gehören die im Jahr 1130 errichtete Kirche Saint-Léger sowie die Kirche Saint-Martin mit den Überresten eines merowingischen Friedhofs. Natürlich darf an diesem Ort ein Cognac-Museum nicht fehlen.



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