News vom 01.04.2010

Frankreichs Behörden warnen vor Rissen in Brust-Implantaten

Französische Behörden ermitteln gegen eine Firma, die nicht zugelassenes Silikon verwendet haben soll. Es besteht eine ausdrückliche Warnung vor Rissen und Brücken bei den Implantaten. Zehntausende Frauen seien in Frankreich betroffen - die Firma lieferte auch nach Deutschland. Die französischen Behörden haben gegen die in Südfrankreich ansässige Herstellerfirma Poly Implant Prothèse (PIP) Ermittlungen aufgenommen, so teilte die Staatsanwaltschaft in Marseille am vergangenen Mittwoch mit. Die aus Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte (Afssaps) hatte einen Tag zuvor die Implantate aus dem Handel genommen und einen Rückruf veranlasst. Für die Füllung der Brustimplantate habe das Unternehmen ein nicht zugelassenes Silikongel verwendet, hieß es. Das Silikongel greift möglicherweise die Hülle der Implantate an, sodass Risse die Folge sind. Eingesetzt werden die Brustimplantate des Unternehmens seit 2001. Bei rund 35.000 bis 45.000 Frauen seien sie in Frankreich eingesetzt worden. Betroffene Frauen sollten nun dringend von einem Arzt überprüfen lassen, ob ihre Implantate betroffen sind. Auch deutsche Behörden prüfen den Fall, denn das Unternehmen aus Frankreich hat auch nach Deutschland geliefert. Neben dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn sind auch die anderen europäischen Mitgliedstaaten über den Fall benachrichtigt worden. Man wartet zunächst eine Stellungnahme vom Hersteller ab, denn nach eigenen Angaben hat die Behörde derzeit keine Informationen darüber, ob die Implantate auch in Deutschland verwendet wurden.

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