News vom 20.03.2010
Mutter steht wegen 6-fach-Mord vor Gericht
In Frankreich steht eine Mutter wegen mehrfacher Kindstötung vor Gericht. Das abstruse an
der Sache ist, dass die Frau mit den in Plastiksäcken verpackten Leichen ihrer Babys sogar
umgezogen ist. Frankreich ist erschüttert, denn die Babys haben alle gelebt, sagte die
angeklagte Mutter nun vor Gericht in Coutances.
Die 38-jährige Angeklagte gab vor Gericht zu, dass sie sechs ihrer Kinder nach der Geburt
erstickt oder erwürgt hat. Anschließend habe sie die Leichen in Plastiksäcken im Keller ihres
Hauses in Valognes, im Nordwesten Frankreichs, versteckt. Bereits im Jahre 2007 hatte man
die Frau festgenommen. Damals entdeckte ihr damaliger Lebenspartner die toten Babys.
Wird die Französin für Schuld befunden, droht ihr eine lebenslange Haftstrafe. Für den
Prozess sind vier Tage angesetzt.
Direkt nach der Festnahme hat die Frau in ersten Verhören eingeräumt, dass sie zwei ihrer
Babys erwürgt und vier erstickt habe. Im Gericht verfolgte sie mit gebeugtem Kopf die
Verlesung der Anklageschrift. Der vorsitzende Richter Herve Locu wollte wissen, ob die
Babys noch gelebt hätten und drängte die Angeklagte zu einer Aussage. Sie antwortete „Sie
waren am Leben." Bei den weiteren Verhandlungstagen sollen noch mehrere Mediziner und
Psychologen angehört werden. „Wir sind hier, um sie zu verstehen, bevor wir über sie
urteilen", sagte Locu.
Geboren wurden die Kinder zwischen 2000 und 2007. Nach ihrer Festnahme wurde auch der
Vater von fünf der Kinder, ein Ex-Freund sein, vernommen. Jedoch wurde gegen ihn keine
Anklage erhoben. Der Vater des sechsten Kindes ist derjenige, der die Tötungen aufdeckte
und der Polizei meldete. Die Staatsanwaltschaft berichtete, dass die Frau einen 14-jährigen
Sohn großgezogen hat und nach der Trennung von dem Vater der fünf getöteten Säuglinge
2006 zu ihrem neuen Lebenspartner zog. Dabei nahm sie die Säcke mit den Babyleichen mit
in das neue Haus.



