News vom 18.02.2010
Millionenhilfe aus Frankreich für Haiti
Fünf Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat nun der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy dem Land 326 Millionen Euro Unterstützung zugesagt. Das Hilfspaket umfasst vor allem finanzielle Mittel für den Wideraufbau und einen Erlass der Schulden.
Man Mittwoch teilte Sarkozy bei einem Kurzbesuch in der stark zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince mit, dass in der Summe 56 Millionen Schuldenerlass beinhaltet sind. Der französische Staatschef war der erste Staatschef, der Haiti nach dem Erdbeben besuchte. Zudem ist er der erste französische Staatschef überhaupt, der das Land besichte, was früher eine französische Kolonie war. In einem Hubschrauber machte sich Sarkozy zusammen mit Haitis Präsident René Préval ein Bild vom Ausmaß der Zerstörungen.
Das Hilfspaket beinhaltet konkrete Hilfen und ist damit in gewissem Maße zweckgebunden. Bei einer Pressekonferenz im Garten des zerstörten Präsidentenpalastes sagte Sarkozy, dass Frankreich demnach 1000 Zelte und 16.000 Planen zur Verfügung stellen werde, damit Notunterkünfte für 200.000 Menschen für die bevorstehende Regenzeit gebaut werden können. Daneben schickt Paris 250 Polizei- und Feuerwehrautos sowie Rettungswagen nach Haiti. Sarkozy sagte weiter, dass es „allein Sache der Haitianer, einen Plan für den Wiederaufbau festzulegen und umzusetzen, weil es um ihr Land und ihre Zukunft geht“. Frankreich werde ihnen aber fest zur Seite stehen und ihnen dabei helfen, ein „neues, glückliches“ Kapitel in der Geschichte des Landes aufzuschlagen.



