News vom 30.11.2009
Museumsstreik in Frankreich
Wie die süddeutsche.de in ihrer heutigen Ausgabe mitteilte, werden viele französche Museen von Mittwoch an ihre Pforten schließen. Grund dafür ist ein Streik der Angestellten. Die Gewerkschaften für die im Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums Beschäftigten haben zu der Arbeitsniederlegung als Protest gegen die drohenden Budgeteinsparungen und Stellenstreichungen aufgerufen, die Nicolas Sarkozy angekündigt hatte. Jeder zweite Beamte, der in den Ruhestand tritt, soll zukünftig nicht ersetzt werden. Insgesamt sollen so 700 – 1.000 Arbeitsstellen wegfallen. Weiterhin sollen die staatlichen Subventionen deutlich gekürzt werden. Die Museen sollen selbst zusätzliche Einnahmequellen finden und ihre Ausstellungen kommerzieller bewerben. Am betroffensten ist das Pariser Museum Centre Pompidou, das die älteste Belegschaft der Museen in Frankreich hat. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, würden im Verlauf der nächsten 10 Jahre 20% der Belegschaft entfallen, allein im nächsten Jahr 26 Stellen. Das Centre Pompidou ist bereits seit Montag vergangener Woche geschlossen. Der Streik zeigte bereits erste Erfolge. Laut Kultusministerium werden im nächsten Jahr dort nicht 26 sondern 18 Stellen gestrichen. Dies ist dem Museumspersonal jedoch nicht ausreichend genug und beschloss, den Streik fortzusetzen.



