News vom 04.11.2009
Bleiben in Frankreich die Wohnungen im Winter dunkel?
Die Welt berichtete in ihrer Onlineausgabe, dass im Winter in Frankreich Stromausfälle drohen, denn 18 Reaktoren stehen hier still, was zu enormen Engpässen führen wird.
Jetzt steht der französische Stromriese EDF (Electricité de France) unter Druck, denn erst warnte vergangene Woche seine Netz-Tochter RTE (Réseaux de transport d\'électricité) vor Engpässen bei der Stromversorgung, nun fordert auch die Atomsicherheitsbehörde Nachbesserungen beim geplanten Druckwasserreaktor EPR. Dies wird zu Verzögerungen beim Bau des Reaktors der dritten Generation führen, den EDF ab 2012 in Flamanville in der Normandie betreiben will. Daneben werden die Nachbesserungen den Konzern viel Geld kosten.
Vor kurzem erlebte der weltweit größte Atomkraftwerksbetreiber und sein Chef Pierre Gadonneix, noch einen Auftrieb. In Frankreich liefern die 58 Reaktoren 76 Prozent des inländischen Stroms. Im kommenden Winter droht aber erstmals Versorgungsengpässe, denn 18 Reaktoren sind wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. Durch die restlichen Anlagen kann nicht genügend Strom für den heimischen Bedarf produziert werden. Die EDF wird nicht darum herum kommen, massiv im Ausland zukaufen zu müssen. Wird der Winter besonders halt, kann es noch schlimmer kommen. In einigen Regionen des Landes müsste dann der Strom abgeschaltet werden, damit das Elektrizitätsnetz nicht zusammenbricht, so RTE.



